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Mhhhhhhhh, nach all den "Reisestrapazen" konnten wir auf Koh Phangan mal vier Tage am Stück in der gleichen Residenz gastieren. Wir hatten ein Bungalow direkt am Meer, es war traumhaft. Ihr seht weiter unten auf drei Bildern, was wir für einen Ausblick von unserer Terasse aus hatten :) Ich beneide mich gerade selber!!! Die Insel war echt traumhaft, kleine Einsame Strände und Buchten und das Beste war die Tatsache, dass es dort absolut nicht touristisch war. Auf der Insel habe ich dann einen neuen Traumsport entdeckt...Klippenspringen. Mann ist das ein Adrenalinschub...kann man sich kaum vorstellen. Aus 10 Metern in ein Meer mit Wellengang zu springen. Bei der ersten hochen Klippe (hier waren es lediglich 5-6 Meter) hatte ich richtig Schiss und brauchte rund 20 Minuten zum Sprung. Letztendlich war es garnicht so schlimm, sondern man hat vielmehr ein richtig geiles Gefühl gehabt und war glücklich es gemacht zu haben.
In Bangkok haben sich die Wege der Gefährten getrennt. Während die Anderen schon Richtung Koh Phanang, eine Insel im Süden Thailands, aufgebrochen sind, um einen 8 tägigen Strandurlaub einzuschieben, sind Nils und ich in den Norden gezogen, um drei Tage im Dsungel zu verbringen. Ich (der Nils auch) hatte nicht wirklich Lust, so lange an einem Ort zu bleiben, so entschieden wir uns in einer Gruppe von 10 Leuten einen dreitägigen Treck durch den Dsungel zu machen. Es war traumhaft, übernachtet haben wir in einem Dorf bei Einheimischen, die von der Ausßenwelt vollkommen abgeschlossen sind. Es führte lediglich eine Dsungelpfad durch einen Fluss zu dem Dorf, also brauche ich auch nicht zu erwähnen, dass es dort keine Elektrizität gab ;) Abends haben wir beim Lagerfeuer superleckeres Thaifood gegessen, während die Kinder des Dorfes eine Aufführung für uns gemacht haben. Es war echt cool...man lag da, betrachtete eine unglaublichen Sternenhimmel und wurde sich bewußt, wo man eigentlich gerade ist; irgendwo mitten im Nirgenwo bei einem eingeborenem Stamm :) Während unseres Trips haben wir noch ne ziemlich coole Elefanten-Tour sowie Floß-Fahrt (einfach 10 zusammengebundene Bambusstäbe ;) gemacht...alles in einem ein geiles Erlebnis!!!
Bangkok, Thailands Hauptstadt und zugleich Stadt der professionellsten "Ping-Pong-Spieler" Wir verließen Kambodscha per Bus und hatten wirklich Tränen in den Augen, weil uns das Land so sehr gefallen hat und wir leider nur so wenig Zeit dort verbringen konnten. Kambodscha besitzt glaube ich auch nur eine einigermaßen gut betonierte Starße und die führt von Phnom Penh nach Siem Reap. Als wir dann von Siem Reap in Richtung Thailand aufbrachen, fuhren wir glaub ich über die schlimmste Straße, die man sich vorstellen kann. Am Anfang fanden wir es ja noch lustig, aber nach 4-5 Studen Fahrt wurde es recht unangenehm. Sprünge auf der Rückbank des Kleinbusses von einem Meter mit gleichzeitigen Kopfstoß an der Decke waren keine Seltenheit.
Die Mekong-Tour hinter uns gebracht, sind wir in der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh, abgestiegen, in der wir zwei Tage verbringen sollten. In der kurzen Zeit habe ich Kambodscha schon zu schätzen gelernt. Die Menschen sind so überaus freundlich dort; sehr warmherzig und immer am lächeln. In anderen Ländern während unseres Trips war dies bei weitem nicht so. Vielleicht liegt das auch etwas an der dunkelen Vergangenheit des Landes. Zwischen 1975 und 1979 kamen in Kambodscha die Khmer Roughe an die Macht, eine kommunistische Partei. Angeführt von Pol Pot, einem Diktator, der in dem Land immernoch gefürchtet ist (er ist garnicht lange her gestorben), haben die Khmer Rouge den Urmarxismus eingeführt und in diesem Zuge jegliche Intelligenz und wertorientierte Güter vernichtet. Im Klartext heißt dies, daß alle Menschen, die irgendeine beziehung zu "Intelligenz" hatten (Lehrer, Proffesoren, Doktoren, Künstler.....) gefoltert und auf den sog. Killingfields getötet worden. Die Währung wurde entfernt, es gab keine Briefmarken und alle Menschen wurden gezwungen auf dem Land zu leben. So starb nahezu 40% der Bevölkerung und das interessante dabei ist, dass es nie jemanden interessiert hat. Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas davon gehört....das gibt einem zu denken!!! Wir haben dort ein Gefängnis und die Killingfields besucht. Wir hatten jeweils einen Führer, der uns sehr interessante und vor allem schockierende Dinge erzählt. Beispielsweise hat er erklärt wie die Menschen getötet wurden, was ich hier nicht ausführen möchte, ich bekomme immernoch eine Gänsehaut, wenn ich es mir vorstelle... ich war auch nicht in der Lage Photos zu machen, da man einfach zu nachdenklich war, jetzt bin ich jedoch ganz froh, dass jemand welche gemacht hat. Was aber fast am schockierendsten war, ist die Tatsache, dass der Großteil der Soldaten der Khmer Rouge aus 13-15 jährigen Kindern bestand...
Die Mekong Fahrt nach Kambodscha war mit Sicherheit eins der Highlights der Reise. Man hat ein Leben zu Gesicht bekommen, wie vorher noch nie. Die Menschen dort leben von dem Fluss (einer der lägsten und größten der Welt). Überall Leute am Ufer, die sich richtig gefreut haben, uns zu sehen. Den ganzen Tag war Winken angesagt....mit einem resultierenden Muskelkater. Um nach Kambodscha einreisen zu können, sind wir an der Grenze an Land gegangen, um sich die Visas zu besorgen. Überall um uns waren Kinder und die waren alle sooooo süß. Werdet ihr aber selber auf den Bildern sehen...
Ho-Chi-Minh-City, oder früher Saigon genannt, war das nächste Ziel unserer Reise. Von der Stadt an sich haben wir nicht so viel gesehen, da wir nur eineinhalb Tage dort waren. Allerdings haben wir eine Tour zu dem Tunnelsystem gemacht, welches die Guerilia-Krieger im Vietnam-Krieg als Waffe gegen die Amerikaner verwendet haben, um sie immerwieder überraschenderweise anzugreifen. Zwischenzeitlich wohnten in diesem Tunnelsystem rund 20.000 Soldaten...kaum vorzustellen, wenn man in diesen Dingern mal drin war. Die Bilder, die unten zu sehen sind, stammen allerdings aus einem Tunnel, der für touristische Zwecke ausgebaut wurde; die orginalen Tunnel waren noch um einiges kleiner. Ich glaube es ist unmöglich diese Dinger als voll ausgewachsener Westler einzunehmen. Man bekommt richtig platzangst und sieht fast garnicht und wenn man auch noch bedenkt, dass die Tunnel mit Fallen bespickt waren.....uneinnehmbar...außer vielleicht durch B-52 Bomber.Allerdings hatten die Tunnel drei Etagen, so dass die untersten selbst dann recht sicher waren. Nach den Tunneln haben wir ein recht großes Museum über den Vietnam-Krieg besucht. In dem Museum wurde man dann aus dem Urlaubsfeeling herausgerissen und zurück in den Alltag befördert. Man hat sehr viele schreckliche und traurige Sachen gesehen, die einem richtig zu denken gaben. Alle von uns waren recht bestürzt und wir haben kaum noch miteinander geredet. In dem Museum wurde der ganze Krieg mit all seinen Folgen für Vietnam dokumentiert. Vor allem die Folgen sind sehr stark in Erinnerung geblieben. Man sah zahlreiche Opfer, von denen es heutzutage noch unzählige gibt, die an "Agent-Orange" leiden. So wurden die toxologischen Waffen genannt, die zur Kriegszeit eingesetzt wurden. Sie sollen eigentlich ein Sterben der Wälder und Dsungel in Vietnam bewirken, um die Tunnelsysteme ausfindig machen zu können. Dies haben sie auch geschafft, allerdings resultierte daraus auch eine komplett verseuchtes Öko-System. Die bewirkte eine verkrüppelung von so vielen Menschen in der Gegend, weniger von denen, die zu der Zeit gelebt haben, sondern von denen, die danach geboren sind. Ich habe Dinge gesehen, von denen ich nie geglaubt hätte, dass sie existieren...es war sehr bedrückend!!! Die Bilder, die unten zu sehen sind, gehören noch zu den "harmloseren". Als wir dann noch durch die Stadt schlenderten, ist uns erst wirklich aufgefallen, wie die Opfer vom Krieg noch im Stadtleben present sind. So gesehen war Saigon eine recht lehrreiche und wertvolle Erfahrung...
Von Mui Ne aus ging es weiter ins bergige Landesinnere nach Da Lat. Wieder einmal Roller ausgeliehen (wir sind auf den Geschmack gekommen) zwei Guides eingesammelt und rumgecruised. Unsere Führer waren wohl das coolste Päärchen, dass man sich vorstellen kann. Ein möchtegern lustiger Vietnamese und ein bekoppter Franzose. Man war das geil....der Vietnamese hat immer irgendwelche, richtig schlechte Witze erzählt und der Franzose hat sich über ihn belustigt....die ganze Zeit. Wir hatten sooo viel Spaß mit den Jungs, so dass wir sogar den Abend zusammen verbracht haben...saugeiles Abend und noch mehr suuuuper Witze :) Ah ja, der Nils ist in Da Lat zu uns gestoßen...nur so als Randbemerkung :)
Nächste Station war Mui Ne, eigentlich eine alte Hafenstadt, mittlerweile jedoch immer mehr ein beliebter Touristenort. Wir hatten ein Bungalow relativ nah am Strand und waren auch recht glücklich damit. In Mui Ne haben wir dann sogar mehr oder weniger zufällig ein paar Jungs von uns getroffen, die eine ähnliche Route wie wir hatten.
Weiter im Süden in Na Trang angekommen, hatten wir dann zum ersten Mal einigermaßen ordentliche Wetter, so wie es sich für den Süden gehört. So konnte uns an Land nichts mehr halten und wir stürtzen uns in eine wohltundes Wellenbad....mhhhhhhh....endlich!!! Nachmittags habe ich mir noch einen privaten Guide besorgt und per Rolle die Stadt erkundet. Abends wurde der Geburtstag von Christoph gefeiert, so wie sich das gehört, mit Botka am Strand. Weiterhin haben wir eine Tagestour per Boot gemacht. So etwas geht hier ganz einfach, nur etwas Geld komisch aussehenden Matrosen in die Tasche stecken und schon hat man ein privates Boot für den ganzen Tag. Während dieser Tour habe ich zum ersten Mal geschnorchelt und ich fand es richtig cool.....leider wusste ich da noch nicht, wie cool es eigentlich sein kann. Mehr dazu in Thailand.
Der nächste Checkpoint befand sich in Hoi An. Eine sehr schöne Stadt (ich glaube die Schönste in Vietnam), die stark französisch gebrägt ist. Überall kleine Gassen und Geschäft....man könnte sich verirren, nichtwahr Jungs ;)
Der nächste Zwischenhalt nach Ha Long Bay war Hanoi, die Hauptstadt Vietnams. Eine recht schöne Stadt ohne großartige Sehenswürdigkeiten. Es war ganz nett, einfach durch die durch Frankreich geprägte Altstadt zu schlendern. Lästig waren nur wieder die Verkäufer auf ihren Rollern, die hinter einem hergerollt sind, um letztendlich was loszuwerden (Drogen, Frauen "BUMBUM-Massage"). Und apropos Roller, es gibt so unglaublich viele Rolle in Hanoi, ich glaube, jeder hat einen eigenen Fuhrpark.Autos gab es hingegen kaum. Wir haben nichts großartiges in Hanoi getrieben, sind einfach ziellos umhergelaufen, haben ein Kriegsmuseum besucht und das Mausoleum von Ho-Chi-Minh besucht. Nach so einem Kriegsmuseum wird einem wieder bewusst, wie krass die Amis sind...mehr dazu in Saigon!
In der Nähe der Grenze zu Vietnam haben wir schließlich Christian und Christopf eingesammelt und sind Richtung Vietnam losgezogen. Der erste Eindruck hinter der Grenze war etwas eigenartig und differenzierte sich komplett zu China. Irgendwie war jeder auf Rollern unterwegs und versuchte einem etwas zu verkaufen. Egal ob Gras, Heroin oder Frauen...man konnte alles bekommen ;) Glücklicherweise haben sie uns auch einen privaten Fahrer angeboten, da wir schließlich weiter mussten und nicht all zu viel Zeit hatten. So organisierten wir uns einen Jeep und sind in Richtung Süden losgezogen. Unser Ziel war Ha Long Bay, ein Weltkulturerbe von der Unesco. Wirklich schön war es dort, die Bay ist riesig und überall ragen Felsen aus dem Wasser die mit üppigem grün bedeckt sind. Am Abend sind wir mit Locals, die wir kennengelernt haben rausgegangen. Ziemlich cooler Club, nur recht teuer. Die nächsten beiden Tage haben wir dann auf nem Boot verbracht, inklusive Übernachtung. Die Bay war echt beeindruckend, leider war das Wetter immernoch recht bescheiden...unsere Klamotten waren immernoch nicht adequat :)
Die nächste Station unseres Trips war Guilin, Südchina. Die Landschaft dort ist ein Wahrzeichen Chinas. Überall sieht man recht hohe Berge relativ gesehen zum Durchmesser bzw. Querschnitt(für insider...kappa-koeiffizient ;) Wir waren dort insgesammt drei Nächte. Das Wetter war leider weiterhin recht beschissen...wir hatten damit garnicht gerechnet und nicht wirklich viele dicke Sachen eingepackt....wir haben gefrohren. Am ersten Tag waren wir in einer riesigen Höhle, die ganz cool ausgeleuchtet war. Etwas kitschig, aber die Bilder sind der Hammer. Am nächsten Tag haben wir eine Bootstour über den Lee-River gemacht. Da wir außerhalb der Saison da waren, hatten wir den ganzen Fluss mehr oder weniger für uns alleine. Im Sommer ist er mit großen Touristenbooten überschwemmt!!! So haben wir uns ein kleines Fischerboot besorgt und sind losgezogen. Die Landschaft war unglaublich schön, schade nur, dass das Wetter nicht unbedingt das Beste war. Recht neblig und düster....man fühlte sich als Teil der Gefährten und erwartete jeden Moment Orcs am Ufer :) Was wir allerdings am Ufer gesehen haben, waren bettelnde Kinder, die mit kurzer Hose und T-Shirt im Wasser standen. Wir haben und auf dem Boot den Hintern abgefrohren...das gibt einem zum Nachdenken.
Die Reise fing gemütlich an, Bert und ich haben uns gemütlich in den Nachtzug gesetzt und in Richtung Shanghai aufgebrochen. Dort haben wir einmal übernachtet. Leider war das Wetter ziemlich beschissen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich nächsten Monat wieder da sein werde sowie dem weiteren Verlauf der Reise habe ich es locker hingenommen, auch wenn man die weltberühmte Skyline nur erahnen konnte. Naja, wir haben einen Kumpel vom Bert getroffen und haben einen lustigen Abend im "Babyface" verbracht...Vortrinken mit Obdachlosen inklusive ;)
So, da bin ich wieder zurück von meinem sechwöchigen Südasien Trip und bin total frustriert!!! Vor ein paar Tagen noch lage ich an den schönsten Stränden der Welt bei 35 Grad und Sonnenschein und jetzt bin ich wieder in Beijing bei Schnee und 0 Grad!!! ICH WILL ZURÜCK!!!!
Habe gerade meine letzte Klausur hinter mich gebracht (war ganz ok).....jetzt kann ich relaxen!!!!!!! Beziehungsweise geht es schon bald los....ab in den Süden.Am Wochenende erstmal zusammen mit Bert los nach Shanghai, einen Bekannten besuchen und die Stadt genau unter die Lupe nehmen. Dort wird dann etwas vom Klausurstress (hier gibt es nicht wirklich Klausurstress) erholt und dann geht es ab richtung Süden. Halt machen wir in Guilin, bekannt für sehr schöne Landschaften. Weiter in Nanning, eine Stadt von der Grenze zu Vietnam treffen wir 2 weitere Jungs (Christian und Christoph), mit denen wir uns dann in Richtung Vietnam aufmachen. Wollten die Sapa-Reisterassen sehen, dann nach Hanoi und dann an die Küste. Von dort aus schlagen wir uns in Richtung Süden durch. Bleiben so ca. 2 Wochen in Vietnam, um dann über den Mekong auf Eingeborenenboten nach Kambodscha zu fahren ;) Dort zu der Ankor Watt Tempelanlage und dann nach Thailand. Dort wieder 2 Wochen Strände, Inland...alles was es gibt. Die letzten 3-4 Tage dann letztendlich in Malaysia.