Donnerstag, Oktober 12, 2006

Tibet Tag 3: Shigatse - Tingri

Morgens war ersteinmal Kultur angesagt. Wir ließen Mo mit den typischen Symptomen der Höhenkrankheit im Bett liegen, damit er wieder fit wird und gingen zum Kloster in Shigatse. Natürlich gingen wir in kurzen Hosen los, um einige Minuten später wieder umzukehren, da uns gesagt wurde, dass man nur mit langen Hosen Eintritt gewährt bekommen hat. Dieses Hindernis überwunden machten wir uns auf, um direkt vor dem nächsten zu stehen. Um zum Kloster zu gelangen, musste man sich erst einen Weg durch eine kleine verwinkelte Stadt suchen. Unendlich viele kleiner Straßen, Gassen und Death-Ends. Letztendlich am Kloster angekommen waren wir wirklich begeistert. Eine solche Mystik, ein solches Ambiente habe ich noch nie wahrgenommen. Mönche, die im Sprechgesang im Kanon beteten, Weihrauchgeruch, betende Menschen überall. Wirklich sehr faszinierend. Die Räume innerhalb waren wirklich sehr prachtvoll, überall vergoldete Budda-Statuen. Ich habe mich nicht getraut Photos zu machen, da ich Angst hatte die heilige Stimmung zu stören.





Dann um 11 ging es wieder auf Achse. Mal wieder hatten wir diesen blauen Himmel. Man hatte das Gefühl unendlich weit ins All gucken zu können. Ab un zu habe sich auch vereinzelte Wolken verirrt, das war aber die Ausnahme.

Wenn wir mal irgendwann angehalten hat, kamen direkt die Menschen von den Feldern angerannt, um die "Langnasen" zu "bewundern". Ich habe den "Fehler" gemacht, einem Kind EINEN Keks zu geben ...

...... kurz daruf waren all unsere Vorräte aufgebraucht. (nicht zu unseren Gunsten :)Tibet ist definitiv ein Land für Tierfreunde. Wo man hinguckt, sieht man wilde Esel, Yaks, Schafe, Ziegen und noch so ein paar undefinierbare Tiere.

Die folgenden Bilder zeigen einen Bergpass. Es ist Tradition bunte Bänder am höchsten Punkt anzubringen, diese stehen für Glück und Freude.

Hier haben wir noch einen kurzen Stop in einer Stadt gemacht. Oft warne die Leute schon überglücklich, wenn man ihnen das Leergut übergab.




Dieses Bild zeigt die tibetanische Ziegelherstellung. Aus Stroh, Erde und Wasser werden Ziegel geformt und in der Sonne getrocknet. Das sind moderne, faserverstärkte High-Tech Baustoffe.
Wir sind einigermaßen zeitig zu unserem Domizil gekommen, so dass noch etwas Zeit zum Wandern geblieben ist. So packten wir die Rucksäcke und stürmten auf den erst besten Berg zu. Leider wurden die Jungs recht schnell von der Höhenkrankheit erfasst, so dass ich mich in Messner-Manier absetzte und "gazellenartig" davonhüpfte. Nach einer Stunde Aufstieg ging leider die Sonne langsam hinter den Bergen unter, so dass ich leider nicht mehr die Spitze erreichen konnte. Es war klüger wieder runter zu gehen, um nicht im Dunkeln den Abstieg zu meistern. Klettern auf dieser Höhe ist wirklich schon was aneres als noch in Schottland. Auf 5.000 Metern bleibt einem schon mal schneller die Luft weg. Mir hat es richtig Spaß gemacht, eine coole Herrausforderung für Körper und Willen.