Freitag, Oktober 13, 2006

Tibet Tag 4: Tingri - Dingri

Heute ist der Tag gekommen, an dem wir den Mt. Everest sehen sollten. Natürlich waren wir etwas aufgeregt. Glücklicherweise hatten sich die Symptome der Höhenkrankheit bei den Jungs abgeschwächt, so dass wir uns frohen Mutes auf den Weg gemacht haben. Wir fuhren einen relativ langen Pass hinauf und als wir an der Spitze (6200 m) angekommen sind offenbarte sich uns ein beeindruckender Blick. Vier Achttausender auf einen Streich. Vorallem aber der Mt. Everest mit seinen 8844 Metern wußte zu überzeugen.

Dann ging es auf der anderen Seite den Pass wieder hinab: nächster Stop Ausgangspunkt des Wanderweges zum Mt. Everest Base Camp.





Als wir schließendlich angekommen sind, haben wir uns direkt auf den Weg gemacht. Es war eine rund 2 stündige Wanderstrecke bis zum Base-Camp.

Während die Einen an der Sauerstoffflasche hingen...
...kletterten die Anderen munter rechts und links beside the track die Hügel hinauf.Nun war es letztendlich geschafft, das Mt. Everest Base-Camp vor unseren Füßen. Hier starten die Expeditionen zur Spitze. Ich habe den Jungs an diesem Punkt versprochen, ihnen mal ein Photo von mir auf der Spitze zu schicken. Mal gucken, ob dies irgendwann mal gelingt.
Das Base Camp bestand aus einer Reihe Zelten, in denen man nächtigen kann. Ferner wurde alles mögliche verkauft, typischer Touristen-Ramsch. Dies war der einzige Punkt, der mich etwas gestört hat, dieser relativ gut ausgebaute Trail war sehr Touristisch. Ich mag die lonely trails wesentlich mehr. Aber dafür standen wir jetzt vor dem höchsten Punkt der Erde. Ich wäre zu gerne weiter gelaufen, aber uns fehlten leider die Zeit und die Sauerstoffflaschen ... ;)


Zurück gings dann auf einer Pferdekutsche, da der Rückweg relativ unspektakulär war.

Ein letzter Blick noch und dann musste man sich verabschieden ...... "Auf WIEDERsehen"
Wir machten uns nun auf den Weg nach Dingri, ein kleines Kaff mitten im Nirgendwo. Per Anhalter haben wir einen Chinesen mitgenommen, der für uns eine Dolmtscherfunktion gegenüber dem Fahrer übernommen hat. Ganz schön praktisch, wenn der Fahre nur PiPi-Stop und Photo versteht. Die Strecke, die wir nach Dingri nehmen sollten war laut Fahrer die einsamste und am schlechtesten präparierte Tibets und somit Chinas. Der Weg war einfach unglaublich. Wir fuhren mitten durch die Steppe, nutzten Flüsse als Straße oder holperten über große Steine. Ein Traum waren vor allem die Aussichten, die sich boten. Wir führen durch unendliche Valley die von verschiedenartigen Felsformationen eingeschlossen waren. Nur empfehlenswert!!!!!!!!!!











Irgendwann gegen Abend kamen wir dann in Dingri an. Es gab in diesem Kaff so ewig viele wildlebende Hunde. Nachts gab es ein richtiges Heul und Bell Konzert.