Freitag, März 09, 2007

Phnom Penh, Kambodschas Hauptstadt

Die Mekong-Tour hinter uns gebracht, sind wir in der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh, abgestiegen, in der wir zwei Tage verbringen sollten. In der kurzen Zeit habe ich Kambodscha schon zu schätzen gelernt. Die Menschen sind so überaus freundlich dort; sehr warmherzig und immer am lächeln. In anderen Ländern während unseres Trips war dies bei weitem nicht so. Vielleicht liegt das auch etwas an der dunkelen Vergangenheit des Landes. Zwischen 1975 und 1979 kamen in Kambodscha die Khmer Roughe an die Macht, eine kommunistische Partei. Angeführt von Pol Pot, einem Diktator, der in dem Land immernoch gefürchtet ist (er ist garnicht lange her gestorben), haben die Khmer Rouge den Urmarxismus eingeführt und in diesem Zuge jegliche Intelligenz und wertorientierte Güter vernichtet. Im Klartext heißt dies, daß alle Menschen, die irgendeine beziehung zu "Intelligenz" hatten (Lehrer, Proffesoren, Doktoren, Künstler.....) gefoltert und auf den sog. Killingfields getötet worden. Die Währung wurde entfernt, es gab keine Briefmarken und alle Menschen wurden gezwungen auf dem Land zu leben. So starb nahezu 40% der Bevölkerung und das interessante dabei ist, dass es nie jemanden interessiert hat. Ich habe bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas davon gehört....das gibt einem zu denken!!! Wir haben dort ein Gefängnis und die Killingfields besucht. Wir hatten jeweils einen Führer, der uns sehr interessante und vor allem schockierende Dinge erzählt. Beispielsweise hat er erklärt wie die Menschen getötet wurden, was ich hier nicht ausführen möchte, ich bekomme immernoch eine Gänsehaut, wenn ich es mir vorstelle... ich war auch nicht in der Lage Photos zu machen, da man einfach zu nachdenklich war, jetzt bin ich jedoch ganz froh, dass jemand welche gemacht hat. Was aber fast am schockierendsten war, ist die Tatsache, dass der Großteil der Soldaten der Khmer Rouge aus 13-15 jährigen Kindern bestand...