Donnerstag, März 08, 2007

Saigon, ehemalige Hauptstadt

Ho-Chi-Minh-City, oder früher Saigon genannt, war das nächste Ziel unserer Reise. Von der Stadt an sich haben wir nicht so viel gesehen, da wir nur eineinhalb Tage dort waren. Allerdings haben wir eine Tour zu dem Tunnelsystem gemacht, welches die Guerilia-Krieger im Vietnam-Krieg als Waffe gegen die Amerikaner verwendet haben, um sie immerwieder überraschenderweise anzugreifen. Zwischenzeitlich wohnten in diesem Tunnelsystem rund 20.000 Soldaten...kaum vorzustellen, wenn man in diesen Dingern mal drin war. Die Bilder, die unten zu sehen sind, stammen allerdings aus einem Tunnel, der für touristische Zwecke ausgebaut wurde; die orginalen Tunnel waren noch um einiges kleiner. Ich glaube es ist unmöglich diese Dinger als voll ausgewachsener Westler einzunehmen. Man bekommt richtig platzangst und sieht fast garnicht und wenn man auch noch bedenkt, dass die Tunnel mit Fallen bespickt waren.....uneinnehmbar...außer vielleicht durch B-52 Bomber.Allerdings hatten die Tunnel drei Etagen, so dass die untersten selbst dann recht sicher waren. Nach den Tunneln haben wir ein recht großes Museum über den Vietnam-Krieg besucht. In dem Museum wurde man dann aus dem Urlaubsfeeling herausgerissen und zurück in den Alltag befördert. Man hat sehr viele schreckliche und traurige Sachen gesehen, die einem richtig zu denken gaben. Alle von uns waren recht bestürzt und wir haben kaum noch miteinander geredet. In dem Museum wurde der ganze Krieg mit all seinen Folgen für Vietnam dokumentiert. Vor allem die Folgen sind sehr stark in Erinnerung geblieben. Man sah zahlreiche Opfer, von denen es heutzutage noch unzählige gibt, die an "Agent-Orange" leiden. So wurden die toxologischen Waffen genannt, die zur Kriegszeit eingesetzt wurden. Sie sollen eigentlich ein Sterben der Wälder und Dsungel in Vietnam bewirken, um die Tunnelsysteme ausfindig machen zu können. Dies haben sie auch geschafft, allerdings resultierte daraus auch eine komplett verseuchtes Öko-System. Die bewirkte eine verkrüppelung von so vielen Menschen in der Gegend, weniger von denen, die zu der Zeit gelebt haben, sondern von denen, die danach geboren sind. Ich habe Dinge gesehen, von denen ich nie geglaubt hätte, dass sie existieren...es war sehr bedrückend!!! Die Bilder, die unten zu sehen sind, gehören noch zu den "harmloseren". Als wir dann noch durch die Stadt schlenderten, ist uns erst wirklich aufgefallen, wie die Opfer vom Krieg noch im Stadtleben present sind. So gesehen war Saigon eine recht lehrreiche und wertvolle Erfahrung...